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arrow MARK­T­PLATZ, ENTLEBUCH, 2017

Stu­di­en­auf­trag auf Einladung
Neugestal­tung Dorfplatz



Sied­lungsstruk­tur Entle­buch | Ältestes Zen­trum des Dor­fes Entle­buch ist der Pfar­rkirchen­hügel, der zur Entlen und zum Graben-​lochbach steil abfällt und nach Osten von der Kan­ton­sstrasse angeschnit­ten wird. Die Kan­ton­sstrasse steigt von Nor­den bis zur Ein­mün­dung der Fin­ster­wald­strasse an und fällt dann nach Süden wieder kon­tinuier­lich ab. An der höch­sten Stelle steht die nach Westen aus­gerichtete Pfar­rkirche mit dem Fried­ho­fareal. Das Wirtshaus Drei Köni­gen bildete seit dem Mit­te­lal­ter den nördlichen Dor­fein­gang und markierte den Platz bei der Ein­mün­dung der Bahn­hof­s­trasse. Zwis­chen den bei­den Strassen-​einmündungen Bahn­hof­s­trasse und Fin­ster­wald­strasse rei­hten sich die Häuser, in der Regel first­ständig, ent­lang der Strasse. Das Ende zur Fin­ster­wald­strasse wurde vom Sigris­ten­haus markiert. Einem Dorf­brand um 1783 fie­len vier Häuser der östlichen Zeile zum Opfer, welche aber wieder in etwa gle­icher Lage aufge­baut wurden.

Mit der Eröff­nung der Eisen­bahn im Jahre 1875 begann eine Entwick­lung die das Jahrhun­derte kaum verän­derte Dorf Entle­buch in neuen Rich­tun­gen erweit­erte. Der Bahn­hof zog Indus­trie an, was zum Bau von grossvo­lu­mi­gen Bauten auf dem Niveau der Entlen führte. Ent­lang der neu erstell­ten Bundesrat-​Zemp-​Strasse west­lich der Kirche ent­standen Wohn­häuser welche sich mit ihrer Stel­lung an der Topografie ori­en­tierten. Um 1912 wurde süd­west­lich der Kirche von den Architek­ten Hel­ber und Theiler ein Schul­haus real­isiert. Ende des 19. Jahrhun­derts ent­stand ober­halb der alten Kantons-​strasse, auf der West­seite der Glauben­bergstrasse, durch die gle­ichen Architek­ten der präg­nante Bau der Biskuit­fab­rik. Auf der unteren Boden­matt ober­halb des alten Mark­t­platzes wurde 1962 eine Schu­lan­lage und das Gemein­dezen­trum erstellt. Seit den 70-​iger/​80-​iger Jahren des let­zten Jahrhun­derts begann sich das Dorf ent­lang der Kan­ton­sstrasse Rich­tung Nor­den und ent­lang der Fin­ster­wald­strasse nach Osten auszudehnen. Diese Entwick­lung hat sich in den let­zten Jahren fort­ge­setzt. In jün­gerer Zeit sind an der Strasse nach Bach­wil Rich­tung Südosten und im Bere­ich Boden­matt und Wilgut auf der Ost­seite ent­lang des Hanges neue Quartiere ent­standen. Das Alter­swohn­heim Boden­matt wurde unmit­tel­bar ober­halb der Schu­lan­lage gebaut.

Rund um den heuti­gen Mark­t­platz ist nach dem Abbruch diverser Gebäude aus dem 18. Jahrhun­dert eine grosse Baulücke ent­standen. Eine klare, nach Ord­nung­sprinzip­ien konzip­ierte Sied­lungsstruk­tur ist an diesem Ort aktuell nur schwer ables­bar. Die alte Pfis­terei an der süd­west­lichen Ecke der Ein­mün­dung Fin­ster­wald­strasse, ein für den Strassen­raum wichtiges Gebäude, ist eines der weni­gen noch übrig gebliebe­nen Gebäude aus dieser Zeit.

Noch heute bildet der Pfar­rkirchen­hügel mit Kirche und Fried­hof sowie den west­lich und östlich ange­ord­neten Schulen das eigentliche Zen­trum des Dor­fes Entle­buch. Die prä­gen­den Bauten rei­hen sich nach wie vor vom Wirtshaus Drei Könige bis zur Met­zgerei ent­lang der Strasse auf und zeigen das typ­is­che Bild eines Strassendor­fes. Entle­buch fehlt aktuell ein Freiraum, ein Platz welcher das Zen­trum stärkt und belebt und die ver­schiede­nen Ort­steile miteinan­der verbindet.

Eingliederung ins Orts­bild | Ein grosses viergeschos­siges Bau­vol­u­men schliesst die Lücke in der Strassen­front, bildet ein Gegenüber zum dom­i­nan­ten Kirch­enensem­ble und der östlich ange­ord­neten Schu­lan­lage und definiert mit seiner Arkaden­fas­sade den südlichen Rand des neuen Mark­t­platzes. Das neue Gebäude gener­iert wieder eine Ord­nung und eine neue Hier­ar­chie in der Sied­lungsstruk­tur von Entle­buch, ohne den Massstab zu spren­gen. Im Fuss­ab­druck ori­en­tiert es sich an den gross­massstäblichen Bauten der Schule 1912, der Kirche, dem Schul­hausareal 1962 und dem Alter­swohn­heim Boden­matt in der West-​Ost-​Achse, betr­e­f­fend Geschos­sigkeit und Höhe nimmt es Bezug zu den Volu­mi­nen in der näheren Umge­bung. Die neue „Mark­thalle“ bildet das Zen­trum der Bebau­ung und gibt dem Dorf Entle­buch neben der Kirche eine unver­wech­sel­bare Iden­tität und eine neue Adresse.

Im rück­wär­ti­gen Bere­ich entsteht zwis­chen der „Mark­thalle“ und dem Schul­hausareal ein Park­platz für Kurz­parkierer. Ein orthog­o­nal zum Hauptvol­u­men ange­ord­neter, eben­falls viergeschos­siger Baukör­per schliesst den Mark­t­platz nach Osten ab.Zwei längliche, dreigeschos­sige Bauten fol­gen in ihrer Set­zung dem Ver­lauf der Glauben­bergstrasse., Dabei definiert das obere Bau­vol­u­men durch seine Nähe zur Strasse eine Tor­si­t­u­a­tion. Auf dem Baufeld B sind die bei­den viergeschos­si­gen Neubauten orthog­o­nal zur Biskuit­fab­rik und zum Mar­tin­shof ange­ord­net. Sie bilden das Gegenüber zur „Mark­thalle“ und lassen den Mark­t­platz über die Glauben­bergstrasse fliessen und diesen so grosszügiger erscheinen. Das west­liche Gebäude übern­immt dabei mit seiner Stirn­fas­sade die wichtige Stel­lung im Strassen­raum seines Vorgänger­baus. Die Anord­nung der Bauten definiert neu einen rück­wär­ti­gen kleinen Hof mit Parkierungsmöglichkeiten. Die neue Bebau­ung Mark­t­platz ergänzt ein­er­seits die beste­hende Sied­lungsstruk­tur von Entle­buch auf dem Baufeld B und ent­lang der Glauben­bergstrasse wie selb­stver­ständlich mit Bauten gle­icher Kör­nung und definiert ander­er­seits mit einem grossen, repräsen­ta­tiven Bau ein neues Zen­trum mit unver­wech­sel­barer Identität.

Mark­t­platz | Der neue Mark­platz liegt an der Ein­mün­dung der Glauben­bergstrasse in die Kan­ton­strasse und bildet so das Gegen­stück zum Platz am nördlichen Ende des eigentlichen Dor­fk­erns, an der Ein­mün­dung der Bahn­hof­s­trasse gegenüber dem Wirtshaus Drei Könige. Der Platz liegt an einer gut sicht­baren Stelle und wird zum Verbindungs­glied ver­schiedener wichtiger Dorfteile. Durch sein Über­greifen von der „Mark­thalle“ über die Glauben­bergstrasse zur Bebau­ung auf dem Baufeld B wird diese ein­er­seits an den Dor­fk­ern ange­bun­den und ander­er­seits erhält der Mark­t­platz die gewün­schte Grosszügigkeit und die für die städte­bauliche Präsenz notwendi­gen Dimen­sio­nen. Der gut pro­por­tion­ierte Platz öffnet sich nach Westen zur Aus­sicht, ver­fügt über eine gute Beson­nung und Aufen­thalt­squal­ität und lässt sich für diverse Aktiv­itäten nutzen. Der an diesem Ort tra­di­tionelle Brun­nen wird wieder neu erstellt, eine Linde markiert den Ort der Begeg­nung. Die Geschäfte im Erdgeschoss der bei­den Gebäude auf dem Baubere­ich A ori­en­tieren sich zum Platz, Sitz­plätze unter den Arkaden oder unter der Linde laden zum Ver­weilen ein und steigern die Attrak­tiv­ität der bei­den Geschäfte am Platz.

Mit dem Innen­hof wird den Geschäften und Kun­den ein zusät­zlicher Platz mit einer eher intro­vertierten Aufen­thalt­squal­ität ange­boten. Mark­t­platz wie Innen­hof kön­nen für diverse Anlässe genutzt wer­den. Bei Bedarf kann der oberirdis­che Park­platz auf der Ost­seite als Erweiterung bei Märk­ten, Kilbi, Fes­ten etc. dienen.

Erschlies­sung | Die Erschlies­sung des motorisierten Verkehrs erfolgt über die Glauben­bergstrasse. Die Ein­führung einer Tempo 30 Zone vom östlichen Rand der Bebau­ung bis zur Ein­mün­dung in die Kan­ton­sstrasse führt zu einer Verkehrs­beruhi­gung, erhöht die Verkehrssicher­heit und steigert die Aufen­thalt­squal­ität der Aussen­räume. Die Ein– und Aus­fahrt der Tief­garage des Baufeldes A mit ins­ge­samt 91 Park­plätzen befindet sich auf der Ost­seite des Gebäudes B. Um die Aufen­thalt­squal­ität und die Verkehrssicher­heit zu verbessern, wird ein Teil der geforderten oberirdis­chen Park­plätze bewusst im ersten Ein­stel­len­hal­len­deck mit direk­tem Zugang zum COOP ange­boten. Diese öffentlichen Ein­stell­hal­len­plätze sind vom pri­vaten Bere­ich durch ein Tor abgeschlossen. Oberirdisch wer­den neben den Park­plätzen der Schule 20 Park­plätze zur Ver­fü­gung gestellt. Die Zufahrt zu einem Teil der Park­plätze der Schule ist neu organ­isiert um den Hauptzu­gang der Fuss­gänger zur Schule zu ent­flechten. Die Fuss­gängerverbindung zur Schule führt von der Kan­ton­sstrasse über den Mark­t­platz. Nur ein kleiner Teil des Park­platzverkehrs muss die Fuss­gängerverbindung queren. Die Anliefer­ung des COOP erfolgt über die Strasse zwis­chen Park­platz „Mark­thalle“ und Gemein­de­haus an die Nord­seite. Die Aus­fahrt erfolgt im Ein­bah­n­verkehr an der Ecke zur Met­zgerei in die Kan­ton­sstrasse. Die Erschlies­sung der bei­den Park­plätze der Polizei und der Met­zgerei erfol­gen auf die gle­iche Weise. Die Erweiterung der Tief­garage ent­lang der Glauben­bergstrasse bedi­ent die Gebäude C und D. Im zweiten Untergeschoss finden sich die Stellplätze der Woh­nun­gen der Gebäude A und B. In allen Häusern gibt es grosszügige Velokeller.

Der Zugang zum Coop befindet sich an der nordöstlichen Ecke an der Kan­ton­sstrasse. Über einen Lift oder eine Treppe erre­icht der Kunde das Niveau des Mark­t­platzes, wo weit­ere Geschäfte ange­ord­net sind. Eine grosszügige Aussen­treppe führt zum Seit­enein­gang des Innen­hofs oder auf das Niveau des Mark­t­platzes. Der oberirdis­che Park­platz im Osten ist eben­falls über einen Zugang zum Innen­hof erschlossen. Vom Innen­hof sind Coif­feur, Bank, Post, Bäck­erei und Café erre­ich­bar. Die stirn­seitig des Innen­hofes ange­ord­neten Trep­pen­häuser verbinden die Woh­nun­gen mit Erdgeschoss und Tief­garage. Das Trep­pen­haus des Gebäudes B dient zusät­zlich als Verbindung der öffentlichen Tief­gara­gen­plätze zum Mark­t­platz. Die Ein– und Aus­fahrt für eine untere Ein­stell­halle auf dem Baufeld B mit 20 Plätzen erfolgt ab der heuti­gen Zufahrt west­lich des Gebäudes E. Eine kleine Ein­stell­halle für die Fahrzeuge der Spi­tex und die Bewohner des Hauses F mit 13 Stellplätzen wird zwis­chen den bei­den Häusern erschlossen. Auf dem gle­ichen Weg sind die oberirdis­chen Park­plätze der Besucher und der Bewohner der Biskuit­fab­rik und des Mar­tin­shofes erre­ich­bar. Die Ein­stell­hallen sind direkt mit den Trep­pen­häusern verbunden.

Für die Velo­fahrer ste­hen in bei­den Gebäu­den grosszügige Velokeller zur Ver­fü­gung. Die Fuss-​gängerverbindung zum Mar­tin­shof führt neu von Osten über den Aussen­raum zum Gebäude F. Für das Dorf Entle­buch typ­isch, wer­den die Hauptzugänge der bei­den Häuser vom Platz, über eine ein­seit­ige Treppe, welche die Höhen­dif­ferenz aufn­immt, erschlossen. Vom höheren Niveau sind die Zugänge rollstuhlgängig.

Typolo­gie der Baukör­per | Beim zen­tralen Bau­vol­u­men mit qua­dratis­chem Fuss­ab­druck han­delt es sich um ein viergeschos­siges Hofge­bäude welches auf einem mas­siven Sockel steht, welcher die topografis­chen Niveau-​unterschiede aufn­immt und den COOP sowie die unterirdis­chen Park­plätze beherbergt. Das über­hohe Erdgeschoss nimmt die gewerblichen Nutzun­gen auf. Über seitliche Durchgänge von der Strassen– wie auch der Park­platz­seite ist der zen­trale Innen­hof erre­ich­bar, welcher über weit­ere zwei Zugänge mit dem Mark­t­platz ver­bun­den ist. Eine Arkade bildet die Adresse zum Platz. Die Trep­pen­häuser sind auf der Stirn­seite des Innen­hofes ange­ord­net. Um den Hof sind auf den drei Obergeschossen die Woh­nun­gen situ­iert. Den Abschluss des Gebäudes bildet ein grosses Walm­dach. Das nahezu qua­dratis­che Gebäude B ist gegliedert in ein über­ho­hes Sock­elgeschoss für Gewerbe und drei Obergeschosse mit Wohn­nutzung. Die Erschlies­sung des Geschäftes erfolgt von der Platz­seite, diejenige der Woh­nun­gen von der Seite. Ein Zelt­dach krönt das Gebäude. Bei den Gebäu­den C + D han­delt es sich um längliche dreigeschos­sige Zweis­pän­ner mit auss­chliesslicher Wohn­nutzung, deren Sockel die topografis­chen Niveau­un­ter­schiede aufnehmen. Die Zugänge sind zur Strasse ange­ord­net. Sat­teldächer ohne Dachauf­bauten mit par­al­lel zur Strasse ver­laufen­dem First bilden das ein­fache Dach. Der als Dreis­pän­ner konzip­ierte längliche west­liche Bau auf Baufeld B tritt zur alten Kan­ton­sstrasse mit zwei Sock­elgeschossen und drei Obergeschossen in Erschei­n­ung. Der Zugang der Arzt­praxis und der Woh­nun­gen erfolgt von der Hof­seite über eine für Entle­buch typ­is­che ein­seit­ige Aussentreppe.

Der östliche Zweis­pän­ner wird ebenso von der Glauben­bergstrasse erschlossen und nimmt mit dem Sockel den nahezu geschosshohen Niveaus­prung zum Hof auf. Beide Vol­u­men sind mit einem Sat­tel­dach gedeckt. Allen Baukör­pern ist die Gliederung in ein murales Sock­elgeschoss mit zwei oder drei Obergeschossen und einem Abschluss mit einem ein­fachen Steil­dach gemein­sam. Die Rich­tung der First­dächer, respek­tive die Dachfor­men reagieren auf den Stan­dort und die Nach­barschaft der Gebäude, sowie deren Wichtigkeit inner­halb des Sied­lungs­ge­füges. Die neue Bebau­ung nimmt so für das Dorf Entle­buch bekan­nte The­men auf und inte­gri­ert sich massvoll in die beste­hende Siedlungsstruktur.

Woh­nungsty­polo­gie | Die Grun­drisse der Woh­nun­gen basieren auf der Konzep­tion von ver­schachtel­ten, in sich abgeschlossen Räu­men, welche eine Raumvielfalt erzeugt die je nach Bedürf­nis der Bewohner diverse unter­schiedliche Nutzun­gen zulässt. Dies führt zu grosszügi­gen Grun­dris­sen mit wenig Erschlies­sungs­fläche. Wohn– oder Ess­raum bilden in der Regel das Zen­trum der Woh­nung, welchen eine Log­gia zuge­ord­net ist, die mit Wind­schutzver­glasun­gen als Wohn­raumer­weiterung dient. Alle Woh­nun­gen sind in der Regel in der ganzen Tiefe des Baukör­pers organ­isiert und so min­destens auf zwei ver­schiedene Seiten aus­gerichtet, was Aussen­raum­bezüge mit unter­schiedlichen Qual­itäten zulässt. Die grösseren Woh­nun­gen ver­fü­gen in der Regel über eine kleine und eine grosse Log­gia. Diese dienen bei den strassen­zuge­wandten Räu­men als Lärm­schutz­mass­nahme. Die Woh­nun­gen sind so konzip­iert, dass sich diese den unter­schiedlichen Bedürfnis­sen der Bewohner anpassen kön­nen. Daher kön­nen diese sowohl als Miet– wie auch als Eigen­tumswoh­nun­gen konzip­iert werden.

Auf Grund ihrer Lage sind im Baufeld A die Woh­nun­gen in den Gebäu­den B, C + D als Eigen­tumswoh­nun­gen geeignet, die Woh­nun­gen im Gebäude A für Miet­woh­nun­gen. Im Baufeld B eignen sich die Woh­nun­gen des Gebäudes E für Eigen­tums– die Woh­nun­gen des Gebäudes F für Mietwohnungen.

Mate­r­ial– und Kon­struk­tion­skonzept | Alle Bauten sollen in Mas­sivbauweise erstellt wer­den, in der Mate­ri­al­isierung der Fas­saden der Obergeschosse erfolgt eine Dif­feren­zierung der einzel­nen Bauten. Anlehnend an die Charak­ter­is­tik des Dor­fes, besteht die neue Bebau­ung aus Gebäu­den mit einer Holz­fas­sade und aus Gebäu­den mit einem muralen Aus­druck. Die Fas­sade der „Mark­thalle“ wird in Holz gehal­ten und ver­weist auf ein für Entle­buch tra­di­tionelles Bau­ma­te­r­ial. Dem gegenüber erhal­ten alle zum Platz ori­en­tierten Gebäude eine Hülle mit einem grobkörni­gen Ver­putz. Die Fas­saden der Bau­vol­u­men mit den reinen Woh­nungsnutzun­gen ent­lang der Glauben­bergstrasse sind in Holz gehal­ten. Allen Gebäu­den gemein­sam ist der für Entle­buch typ­is­che murale Sockel. Die rhyth­mis­che Anord­nung immer gle­icher Fen­ster­for­mate nimmt ein­er­seits Bezug zu ort­süblichen The­men, und ver­hilft ander­er­seits, trotz unter­schiedlicher Mate­ri­al­isierung zu einer Ver­wandtschaft der neuen Gebäude untereinander.

Die neuen Bauten spie­len gezielt mit regionalen Bauele­menten, wie Faltlä­den bei den Log­gias oder den ort­styp­is­chen Dach– und Gebäude­ty­polo­gien. Diese schaf­fen einen for­malen Bezug zum Kon­text. Die Neuin­ter­pre­ta­tion der­sel­ben verbinden die Bauten mit der Gegen­wart und führen zu einer wohltuen­den Auf­frischung des Ortes. Die Fen­ster erscheinen auf den ersten Blick als typ­is­che Öff­nun­gen, sind aber als franzö­sis­che Balkone konzip­iert, was die Wohn­qual­ität im Innen­raum steigert. Ana­log der Bauten im Kern­bere­ich von Entle­buch besitzen die neuen Gebäude einen speziell aus­ge­bilde­ten Sockel, welcher die topografis­chen Unter­schiede aufn­immt und die Massstäblichkeit und die Pro­por­tio­nen der Fas­saden pos­i­tiv bee­in­flusst. Die Dächer sind als Steildächer in einer Holzkon­struk­tion mit einer ortüblichen Ziegelein­deck­ung konzipiert.

In Zusam­me­nar­beit mit A6 architek­ten, Buttisholz und Philipp Betschart Architek­tur, Luzern

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